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Tor zu klein, Hüter zu groß: Lehrgeld zum Auftakt in Kaufungen!

SV Kaufungen – HSG Twistetal II 37:26 (18:13)

Moin Handballfans und Freunde des gepflegten Hallensports!
Wie im Vorbericht angedroht: Trockene Spielberichte könnt ihr wo anders lesen. Bei der Zwoten gibt’s ab sofort die volle Dröhnung Unterhaltung mit der gewohnten Portion Selbstironie! Und sagen wir es mal so: Unser Saisonauftakt in Kaufungen hatte von Gesichts-Tattoos bis hin zu Schrumpf-Toren wirklich alles zu bieten.

Auf und Ab
Über unsere Abwehr sprechen wir am besten wie über das Wetter: phasenweise wirklich stabil, dann wieder mit spontanen Tagen der offenen Tür. Die Kaufunger Jungs Baake und Wiemer haben das dankend angenommen und uns ordentlich die Bude voll gehauen.
Echten Heldenstatus hat sich an diesem Abend unser Keeper Leon Ney verdient! Er stand gefühlt Dauerfeuer gegenüber und musste im Laufe des Spiels gleich zwei unbarmherzige Kopftreffer einstecken. Wer braucht schon Helm und Visier, wenn er so eine Stirn hat? Gute Besserung an der Stelle! Luis Bracht kam nach ihm rein, zauberte direkt eine absolute Glanzparade aufs Parkett und schrammte bei den restlichen Bällen immer nur um Haaresbreite am Leder vorbei Im Angriff gab es zum Glück auch richtig was zum Feiern: Till Westmeier hatte richtig Bock, war hinten die gewohnte Abrissbirne und ballerte vorne schmerzfreie 8 Dinger ins Netz.
Und warum genau haben wir eigentlich zwei Siebenmeter vergeben? Die optische Vermessung nach dem Spiel hat es eindeutig bewiesen: Der Kaufunger Keeper war einfach riesig und das Tor definitiv viel zu klein! Physikalisch war da für Till und Maxim schlicht kein Platz für den Ball. Da kann man nix machen.

Der 15-Minuten-Filmriss
Dabei war das Ding lange Zeit ein echter Krimi! Bis zur 36. Minute schnupperten wir beim 20:18 dick an der Überraschung. Der Ausgleich lag in der Luft – und dann kam der totale Filmriss. Zwischen Minute 42 und 56 stellten wir das Handballspielen kurzzeitig komplett ein und Kaufungen zog auf 36:24 davon. Keine Absprachen mehr hinten, unsaubere Abschlüsse vorne, kollektiver Blackout. Da halfen auch die Auszeiten von Coach Mirco Kilian nix. Mirco redete sich an der Seitenlinie zwar die Seele aus dem Leib, aber die Umsetzung auf der Platte war eher… sagen wir: ausbaufähig. Auch Karl Löbel (Nr. 6) gab alles, packte in der Abwehr ein kleines bisschen zu herzlich zu und holte sich zur Belohnung zwei 2- Minuten-Strafen ab. Kann man mal machen!
Trotz der deutlichen 37:26-Klatsche lassen wir die Köpfe nicht hängen. Die Stimmung auf der Bank war bis zur letzten Sekunde absolut klasse und unsere mitgereisten Fans (bisschen mehr als 10 an der Zahl) haben die Halle gerockt, als stünden wir im Champions-League-Finale!
Mund abputzen, Kühlpack vom Gesicht nehmen, Lücken in der Abwehr stopfen.

Wir sind heiß auf das nächste Spiel!
Wir sehen uns Samstag zum Heimspieltag in Mühlhausen!

Schaut gern bei Instagramm rein @die_zwote_herren
Eure Zwote