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HSG Bad Wildungen/Friedr./Bergh. – HSG Twistetal 42:28 (22:16)

Oh du fröhliche, oder doch ach du Schreck? So könnte man die Vorbereitungen für unser letztes Spiel in 2019 grob zusammenfassen. Gemeint ist die derzeit schwache Personaldecke. Waren wir im Training zuvor nur mit 6 Aktiven zugange, standen unsere Zeichen mit 9 Spielern für Samstag nicht wesentlich besser. Paule ließ sich vorsichtshalber auch mal als Spieler setzen, sodass Marc – der auch noch seine Verletzung laboriert – offiziell die Zügel hielt.

Da 10 Spieler für solch einen Brocken wie Wildungen zu wenige sind, holten wir uns bei der Dritten Verstärkung von Marcel, Stefan „Aguinagalde“ und Henner. So bekamen wir doch noch einen fast vollen Kader zusammen. So traten wir den weiten Weg zur Ensehalle nach Bad Wildungen  an. Wir starteten gut und motiviert ins Warmup-Programm. Während wir locker, aber dennoch konzentriert unsere Bahnen zogen, flüchtete das Abteil der Wadenklopfer schon bald an den Seitenrand um „schon mal mit dem Dehnen anzufangen“. Schließlich liefen die letzten Momente vor dem Anpfiff und Paule gab uns noch die Instruktionen in der Kabine. Wir konnten völlig frei und ohne Last auf den Schultern aufspielen weil wir nichts zu verlieren hatten.

*Anpfiff* Maxim eröffnete die Partie mit einem Tor für uns, danach spielte Wildungen schnell und geschlossen ihre Angriffe nach vorn. Wir kamen hingegen mehr über die ruhige Art durch gut vorgetragene Spielzüge, die wir auch in schöne Tore durch Neil, Marcel, Gidi und Ötti ummünzen konnten. Nach 10 Minuten waren wir mit 7:8 in Führung – leider war es aber auch die Letzte. Wildungen schraubte das Tempo nach oben als wir mit unseren Abschlüssen nicht das Netz, sondern den Pfosten trafen oder der Keeper die Würfe entschärfte. Letztmalig gelang es Kalle und Tilo uns in Schlagdistanz beim 13:11 zu halten.

Durch unsere mehrfach schwachen Abschlüsse kamen die Gastgeber über Gegenstöße leicht nach vorne, aber auch im Positionsspiel bekamen wir die flinken Rückraumschützen mangels Absprache nicht in den Griff. So schimmerte kurz vor der Halbzeit ein 22:15 auf der Anzeigetafel, bis Jan noch kurz vorher unser 16. Tor erzielen konnte. In der Kabine wusste Paule nicht viel zu uns zu sagen, denn es war jedem bekannt dass wir bisher eine wenig funktionierende Abwehr spielten. Weitere Marschroute war dann den „Schaden“ so gering wie möglich zu halten und einfach nochmal zu beißen.

Nach Wiederanpfiff ging es aber da weiter wo es aufgehört hatte. Wir bekamen unsere Spielzüge nicht mehr so koordiniert hin wie zu Beginn und durch diese Unsicherheiten agierte auch unser Rückraum etwas zaghaft. Neil und Kalle gelang es aber dennoch einige Lücken zu nutzen oder Aguinagalde über den Kreis in Szene zu setzen und damit unser Torkonto weiter zu bereichern. In der Abwehr dann das alt bekannte Problem: Die Absprache fehlte. Somit waren unsere Torhüter Philipp und Lars meistens auf sich allein gestellt.

Es gelang uns nicht rechtzeitig die Übergaben anzusagen oder die Lücken schnell genug dicht zu machen. Durch die starken und flinken Rückraumschützen der Wildunger wurde es uns aber auch alles andere als leicht gemacht. Auch eine zwischenzeitliche 5:1 Deckung löste nicht den Knoten in unserer Defensive. So konnte Wildungen die Partie ungefährdet von 24:17 auf 42:28 runterspielen. Allein Jan Appel und Florian Heß erzielten für die Gastgeber zusammen 29 Tore, was deutlich macht wo man das nächste Mal den Fokus drauf legen kann.

Vom Spielerischen her wünschen wir dem verunglückten Spieler der Gastgeber noch eine glimpfliche Diagnose und eine gute Besserung. Dieser hatte sich bei einer unglücklichen Aktion in der Abwehr verletzt und wurde vom Krankenwagen abgeholt – wie gesagt, dir alles Gute! Und auch Marcel, dir wünschen wir einen guten Heilungsverlauf mit deiner dicken Rippe, äh… Lippe.

Für uns heißt es jetzt die Lehren aus diesem Spiel zu ziehen und daran zu arbeiten. Weniger geht es darum das Spielerische zu analysieren, sondern sich einen Ruck geben zu können und wieder mit geschlossener Mannschaftsleistung, vor allem aber auch mit einer geschlossenen und positiven Einstellung dem nächsten Gegner Paroli zu bieten! Es bringt uns nicht weiter sich an den wenigen Sachen die nicht funktionieren (oder funktioniert haben) zu beschäftigen, sondern auch die vielen Sachen die gut klappen hervorzuheben. Wer mittendrin den Kopf senkt, kann das Ziel auch nicht mehr sehen.

Also, gehen wir es an – wenn wir unsere Angriffe konzentriert spielen und wieder mit die beste Abwehrarbeit in der Liga stellen, dann belohnen wir uns auch wieder selber, wir müssen uns nur dafür entscheiden dies auch zu wollen – und das wollen wir! Auf geht’s HSG kämpfen und siegen, denn: PIFF PAFF WALDECKER DÜRFEN DAS!

Mit besten Grüßen verabschieden wir uns in die Weihnachtspause

Eure Zweite

Paule, Lars, Philipp, Marc, Neil (9), Stefan (3), Jan (1), Tilo (3), Kalle (5), Maxim (2), Gidi (1), Marcel (2), Henner (1), Ötti (1)