a

HSG Twistetal – HSG Großenlüder / Hainzell 15:19 (9:8)

Nach der Niederlage in der vergangenen Woche gegen Tabellenführer HSG Hoof/Sand/Wolfhagen, erwarteten wir am ungewohnten Heimspielsonntag den Tabellenzweiten aus Großenlüder. Erneut musste die Mannschaft auf Alicia Scheele und Janina Winkler verzichten, zusätzlich fehlte diese Woche auch Torhüterin Kathi Wieck verletzungsbedingt. Für sie rückte erstmals Louisa Schlömer in dieser Saison in den Kader.

Trotz der nicht optimalen Vorzeichen war die Mannschaft hochmotiviert und absolut gewillt, der gegnerischen HSG alles abzuverlangen und die zwei Punkte vor den heimischen Fans einzufahren. Die Mädels nahmen den Kampf von der ersten Minute komplett an und schon zu Beginn der Partie zeichnete sich ab, dass wir in der Abwehr, der es in den vergangenen beiden Spielen an Stabilität fehlte, am heutigen Tag Beton anrühren würden. Wir zwangen die Gegner zu technischen Fehlern im Angriff und konnten durch zwei schnelle Tore durch Sofie Grabarz und Judith Happe direkt mit 2:0 in Führung gehen.

Erst beim 3:3 in der 11. Minute gelang Großenlüder/Hainzell der erste Ausgleich, im Gegenzug erzielte Meike Voß jedoch direkt die 4:3-Führung. Danach folgte eine torlose Phase von acht Minuten ehe unsere Gäste in der 19. Minute zum 4:4 ausglichen und anschließend durch Miriam Schmitt erstmals in dieser Partie in Führung gingen. So stark unsere Abwehr heute auch war, so sehr mussten wir zunehmend unsere Durchschlagskraft im Angriff vermissen. Uns fehlten die Ideen und der Zug zum Tor und wenn wir uns Chancen erarbeiteten, konnten wir diese zumeist nicht im gegnerischen Gehäuse unterbringen. Bis zur Halbzeit folgte weiter ein offener Schlagabtausch in der sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. So wechselten wir beim Halbzeitstand von 9:8 die Seiten.

Wir merkten, dass Großenlüder am heutigen Tag absolut schlagbar war und wir wollten den Platz nun unbedingt als Sieger verlassen. Doch leider verpassten wir den Start in die zweite Halbzeit. Svenja Isenberg bekam kurz nach Wiederanpfiff eine 2-Minutenstrafe, welche Lisa Rüdiger mit einem Doppelpack nutze und Großenlüder mit 9:10 in Führung brachte. Anschließend erhöhte Marie-Sophie Weitzel durch ihre zwei Tore in der 37. Minute auf 9:12.

Erst Judith Happe gelang in der 37. Minute per Siebenmeter der Anschlusstreffer (10:12). Mehr und mehr zeichnete sich jedoch in der Folge ab, dass der Torabschluss am heutigen Tag unser größter Feind war. Wir agierten sehr stark in der Abwehr, kamen immer wieder zu Ballgewinnen, konnten diese jedoch nicht in Zählbares verwandeln. In der 45. Minute erhöhte Juliane Kums für die Gäste auf 11:15 und Großenlüder baute die Führung anschließend trotz Unterzahl bis zur 50. Minute auf sechs Tore aus. In dieser Phase schied dann auch noch Laura Zähler aufgrund einer Knieverletzung aus, Natalie Padtberg, die nach zweiwöchiger Pause heute wieder auf der Platte stand, verletzte sich erneut an der Wade und Karo Happe schied ebenfalls mit Knieproblemen vorzeitig aus dieser Partie aus.

Trotz allem stemmten wir uns weiter gegen die Niederlage und konnten fünf Minuten vor dem Ende durch Svenja Isenberg auf 15:18 verkürzen. Leider gelang uns im Anschluss kein weiterer Treffer mehr und Miriam Schmitt erhöhte für Großenlüder zum Endstand von 15:19.

Rückblickend muss man leider sagen, dass 15 geworfene Tore einfach zu wenig sind, um solch ein Spiel zu gewinnen. Dennoch kann man der Mannschaft von der Einstellung und dem Kampfgeist keinen Vorwurf machen. Darauf lässt sich in dieser Woche aufbauen und am Wochenende wollen wir das Jahr mit einem Sieg bei der TSG Dittershausen abschließen. Wir hoffen, dass sich das Lazarett im Laufe der Woche etwas lichtet und hoffen auf viele Zuschauer, die uns am Sonntag bei unserer Auswärtsmission unterstützen!

Es spielten: A. Schmincke, L. Schlömer; J. Happe (4/2), H. Brida (3), S. Grabarz (2/1), G. Meier (2), K. Happe (1), S. Isenberg (1), S. Schmidt (1), M. Voß (1), N. Padtberg, L. Schäfer, L. Zähler